ChatGPT-Schrägstrichbefehle: Welche `/Befehle` verfügbar sind und was sie tun
ChatGPT-Schrägstrichbefehle: Welche `/Befehle` verfügbar sind und was sie tun

ChatGPT-Schrägstrichbefehle: Welche `/Befehle` verfügbar sind und was sie tun

ChatGPT-Schrägstrichbefehle: Welche /Befehle verfügbar sind und was sie tun

Wer / in ChatGPT eingibt, erwartet vielleicht eine Liste mit Befehlen für jeden Chat. Tatsächlich hängt die Auswahl davon ab, in welcher Umgebung Sie arbeiten und welche Funktionen dort aktiviert sind.

Die offizielle Dokumentation führt Slash-Befehle für den App-Composer im Codex-Kontext auf. Sie steuern dort etwa Modell, Planungsmodus oder Arbeitsumgebung. Die verlässlichste Prüfung ist einfach: Geben Sie im Eingabefeld / ein und sehen Sie nach, welche Vorschläge erscheinen. Eine universelle Befehlsliste gibt es nicht, und allgemeine ChatGPT-Funktionen wie Datei-Uploads sind nicht automatisch /Befehle.

Im Überblick sehen Sie, welche dokumentierten Eingaben wofür gedacht sind und worauf es bei ihrer Verfügbarkeit ankommt.

ChatGPT-Schrägstrichbefehle im Überblick: Welche /Befehle funktionieren und wofür sie gedacht sind

Schrägstrichbefehle sind keine frei erfundene Prompt-Sprache, die ChatGPT in jedem Chat versteht. In der offiziellen Referenz sind sie als Aktionen des App-Composers im Codex-Kontext beschrieben. Je nach Oberfläche und aktivierten Funktionen können sie Einstellungen ändern, einen Chat organisieren oder eine bestimmte Entwicklungsaktion starten. Die offizielle Referenz der Entwicklerbefehle zeigt, welche Einträge dort dokumentiert sind.

So öffnest und verwendest du das Befehlsmenü

Tippe / in das Chat-Eingabefeld. Daraufhin öffnet sich eine Vorschlagsliste mit den Befehlen, die in der aktuellen Umgebung verfügbar sind. Wenn du schon einen bestimmten Befehl suchst, ergänze weitere Buchstaben. Bei /status kannst du zum Beispiel sta eingeben und den passenden Vorschlag auswählen.

Ein leuchtender Schrägstrich neben dezenten Vorschlagsleisten auf dunklem Hintergrund.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Auswählen und Absenden: Wählst du einen Eintrag aus dem Menü, führst du die zugehörige Aktion aus oder öffnest deren Einstellung. Schreibst du dagegen /status als gewöhnliche Zeichenfolge in eine Nachricht und sendest sie ab, hast du damit nicht automatisch den Menüpunkt aktiviert. Die sichtbaren Vorschläge sind deshalb der beste aktuelle Hinweis darauf, welche Befehle deine konkrete Umgebung unterstützt.

Befehle für Modell, Antwortstil und Chat-Kontext

Einige Befehle betreffen die Antwort selbst oder den Verlauf des aktuellen Chats. Mit /model wechselst du das Modell; wenn die gewählte Variante es unterstützt, kannst du darüber auch den Denkaufwand einstellen. /reasoning dient direkt der Auswahl des Denkaufwands. Welche Stufen erscheinen, hängt vom Modell und der Oberfläche ab.

Mit /fast schaltest du eine verfügbare schnelle Servicestufe ein oder aus. Der Befehl erscheint nur, wenn diese Stufe für das jeweilige Modell angeboten wird. Über /personality wählst du eine unterstützte Antwortpersönlichkeit. Auch diese Auswahl ist an die Unterstützung durch das aktive Modell gebunden.

Für längere Gespräche sind drei weitere Einträge relevant. /compact verdichtet den bisherigen Gesprächskontext, damit weniger Kontextkapazität belegt wird. /memories öffnet Einstellungen dazu, ob der Chat Erinnerungen nutzen oder erstellen darf, sofern Memories in der Umgebung verfügbar sind. /status zeigt Sitzungsinformationen an, etwa Chat-ID, Kontextnutzung und Nutzungslimits. Je nach Arbeitsumgebung können weitere Statusangaben hinzukommen.

Diese Befehle ändern unterschiedliche Dinge: /model und /reasoning betreffen die aktuelle Bearbeitung, während /compact den Umgang mit dem Chatverlauf anpasst. Prüfe nach einer Auswahl, welche Optionen dir das Menü tatsächlich anbietet.

Befehle zum Planen, Organisieren und Wechseln des Chats

Für mehrstufige Aufgaben kannst du mit /plan den Planungsmodus aktivieren. Damit bereitest du zunächst die Arbeitsschritte vor, bevor Codex die Aufgabe umsetzt. /goal legt ein dauerhaftes Ziel fest, an dem sich Codex orientieren soll. Laut Dokumentation sollte dieses Ziel zuerst mit /plan vorbereitet werden.

Auch der Chat lässt sich passend zur Arbeit organisieren. /project wählt ein Projekt für neue Chats aus. Mit /task startest du dagegen einen Chat ohne Projekt. /side öffnet einen vorübergehenden Nebenchat, sodass du eine zusätzliche Frage bearbeiten kannst, ohne den Hauptchat zu unterbrechen.

Für lokale Entwicklungsarbeit gibt es außerdem /fork und /worktree. /fork kopiert einen lokalen Chat in einen neuen lokalen Chat oder Worktree. /worktree startet die Arbeit in einem neuen Git-Worktree. So kannst du Änderungen getrennt vom bestehenden Arbeitsbereich bearbeiten. Diese Projekt- und Entwicklungsbefehle sind nicht in jedem Chat verfügbar. Sie hängen davon ab, ob du eine passende lokale oder projektbezogene Umgebung verwendest.

Befehle für Cloud, Entwicklung und weitere Aktionen

Die folgenden Befehle greifen direkt in bestimmte Ausführungs- oder Entwicklungsumgebungen ein:

  • /cloud startet die Arbeit in einer verfügbaren Cloud-Umgebung. Mit /cloud-environment wählst du die Umgebung dafür aus. Beide Einträge setzen voraus, dass Cloud-Ausführung für deine Sitzung bereitsteht.
  • /local führt die Arbeit im ausgewählten lokalen Projekt aus. Der Befehl ist daher an eine lokale Projektumgebung gebunden.
  • /ide-context schaltet den geteilten IDE-Kontext ein oder aus. Er wird nur dort angeboten, wo eine entsprechende IDE-Integration verfügbar ist.
  • /mcp öffnet den Status verbundener MCP-Server. Ob dort Einträge erscheinen, hängt von den eingerichteten MCP-Verbindungen ab.
  • /init erstellt ein Grundgerüst für eine AGENTS.md im aktuellen Projekt. Diese Datei kann Anweisungen für die Arbeit im Projekt enthalten.
  • /review startet eine Codeprüfung. Je nach Umgebung kann Codex dabei etwa nicht festgeschriebene Änderungen oder einen Vergleich mit einem Basiszweig prüfen.
  • /approve gibt einen erneuten Versuch einmalig frei, wenn eine automatische Prüfung eine Aktion abgelehnt hat. Der Befehl ist nur in Umgebungen mit einer solchen automatischen Prüfung relevant.
  • /feedback öffnet den Dialog zum Übermitteln von Feedback.
  • /pet blendet das Desktop-Maskottchen ein oder aus.

Diese Einträge sind keine allgemeinen ChatGPT-Befehle. Cloud-, IDE-, MCP- und Git-Funktionen erscheinen nur, wenn die jeweilige Arbeitsumgebung sie unterstützt. Fehlt ein Befehl in der Vorschlagsliste, ist er in der aktuellen Sitzung nicht verfügbar.

Warum die Befehlsliste in ChatGPT je nach Umgebung anders aussieht

Das /-Menü ist keine feste Liste, die in jeder ChatGPT-Sitzung identisch erscheint. Es zeigt Vorschläge für die Funktionen und Arbeitsumgebung, die gerade verfügbar sind. Deshalb können ein Befehl, den du in einer Codex-Sitzung siehst, und eine Funktion, die du in einem normalen Chat nutzt, unterschiedliche Dinge sein.

Drei schwebende Menütafeln mit geometrischen Symbolen vor dunklem Hintergrund.

Funktionen, Konto und Arbeitskontext beeinflussen die Auswahl

Ein Befehl erscheint nur dann sinnvoll im Menü, wenn die dazugehörige Funktion in der aktuellen Umgebung bereitsteht. Cloud-Ausführung setzt beispielsweise eine verfügbare Cloud-Umgebung voraus. Projektbefehle passen zu projektbezogener Arbeit; IDE-Kontext benötigt eine unterstützte IDE-Integration. Auch Erinnerungen oder eine automatische Codeprüfung können von bestimmten Einstellungen und Funktionen abhängen.

Das heißt nicht automatisch, dass ein fehlender Eintrag auf ein Problem mit deinem Konto hindeutet. Vielleicht arbeitest du in einem Chat ohne Projekt, verwendest ein Modell, das eine bestimmte Einstellung nicht anbietet, oder bist in einer Oberfläche ohne die passende Integration. Ebenso sollte man nicht pauschal annehmen, dass die Webversion und die Mobil-App dieselbe Befehlsliste anzeigen. Entscheidend ist, was der Composer in der konkreten Sitzung anbietet.

Auch innerhalb einer Entwicklungsumgebung kann sich die Auswahl unterscheiden. Die offizielle Dokumentation zu Entwicklerbefehlen beschreibt Befehle für bestimmte Codex-Kontexte. Manche Einträge beziehen sich auf lokale Projekte, andere auf Cloud-Ausführung, IDE-Verbindungen oder Prüfungen. Sie sind daher nicht als allgemeine Liste für alle ChatGPT-Chats zu verstehen.

Hinzu kommen Änderungen durch Updates. OpenAI kann Funktionen ergänzen, umbenennen oder in einer Oberfläche anders zugänglich machen. Eine gespeicherte Befehlsliste aus einem älteren Beitrag oder Screenshot kann deshalb inzwischen unvollständig sein. Prüfe die aktuelle Auswahl direkt im Composer, indem du / eingibst. Das sichtbare Menü ist für deine Sitzung verlässlicher als eine vermeintlich vollständige Liste aus dem Netz.

Welche oft genannten Kurzbefehle nicht bestätigt sind

In Beiträgen und Anleitungen tauchen gelegentlich /search, /deepresearch, /reason, /canvas oder /image als angebliche ChatGPT-Schrägstrichbefehle auf. In den geprüften offiziellen OpenAI-Referenzen für Slash-Befehle sind diese Schreibweisen jedoch nicht bestätigt. Das ist eine genaue Aussage über die geprüften Dokumentationen, keine Behauptung, dass die Begriffe niemals irgendwo oder in keiner speziellen Umgebung vorkommen können.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Funktion und einem gleichnamigen Befehl. Websuche, Deep Research, Canvas oder Bildfunktionen können in ChatGPT als Werkzeuge oder Funktionen verfügbar sein. Daraus folgt aber nicht, dass die Eingabe von /search, /deepresearch, /canvas oder /image diese Funktionen im Composer startet. Ein Menüpunkt, ein Werkzeug-Symbol und ein Slash-Befehl sind verschiedene Wege, eine Funktion aufzurufen.

Bei /reason gibt es zudem eine leicht verwechselbare, dokumentierte Form: /reasoning. Die geprüfte Referenz führt /reasoning auf, nicht /reason. Wer beide Schreibweisen gleichsetzt, gibt eine nicht belegte Kurzform als offiziellen Befehl aus.

Solche Unterschiede sind bei Online-Listen wichtig. Drittanbieter können Beispiele aus älteren Oberflächen, eigenen GPTs, experimentellen Funktionen oder anderen Produkten zusammenfassen. Ohne einen sichtbaren Menüeintrag oder eine passende offizielle Dokumentation lässt sich daraus keine allgemeingültige Befehlsliste für ChatGPT ableiten. Nutze solche Listen daher als Hinweis zum Nachprüfen, nicht als Beleg dafür, dass ein Befehl in deinem Konto verfügbar ist.

Echte Befehle, normale Prompts und andere Schnellaktionen auseinanderhalten

Ein Schrägstrich allein macht aus einer Eingabe keinen ChatGPT-Befehl. Wenn du /xyz in das Eingabefeld schreibst, wird dadurch nicht automatisch eine Funktion aktiviert. Das Menü muss den Eintrag anbieten, und je nach Oberfläche musst du ihn aus den Vorschlägen auswählen. Eine Zeichenfolge, die lediglich in einer Nachricht steht, bleibt zunächst Text.

Normale Anweisungen funktionieren anders. Du kannst ChatGPT etwa bitten, eine Datei zusammenzufassen oder ein Thema im Web zu recherchieren. Das sind Prompts in natürlicher Sprache. Ob ChatGPT dafür eine Datei verarbeitet oder ein verfügbares Werkzeug einsetzt, hängt von der Sitzung und den aktivierten Funktionen ab. Die Anweisung selbst wird dadurch nicht zu einem /Befehl.

Auch andere Schnellaktionen der Oberfläche sollte man getrennt betrachten. Schaltflächen, Werkzeugauswahl und Menüeinträge können Funktionen öffnen oder aktivieren, ohne dass dafür eine Slash-Schreibweise existiert. Umgekehrt kann ein dokumentierter Slash-Befehl auf eine bestimmte Codex-Arbeitsumgebung begrenzt sein und in einem gewöhnlichen Chat fehlen.

Bei Beispielen aus benutzerdefinierten GPTs oder externen Anleitungen gilt dieselbe Vorsicht. Ein GPT kann eigene Anweisungen für Zeichenfolgen wie /xyz enthalten, und eine Anleitung kann einen Befehl für ein anderes Produkt oder eine frühere Oberfläche zeigen. Das belegt nicht, dass ChatGPT diesen Befehl allgemein unterstützt. Wenn du wissen willst, was in deiner Sitzung tatsächlich funktioniert, vergleiche den Eintrag mit der offiziellen Dokumentation und prüfe anschließend das Menü im Composer.

So findest du den passenden /Befehl für deine Aufgabe

Wähle den Befehl danach aus, was sich an deiner Arbeit ändern soll: das Modell, die Vorgehensweise, der Gesprächskontext oder die Projektumgebung. Tippe / in das Eingabefeld und orientiere dich an den Vorschlägen, die in deiner aktuellen Sitzung erscheinen. Die offizielle Dokumentation zu Slash-Befehlen in Codex beschreibt diese Eingaben als kontextgebundene Werkzeuge, nicht als Funktionen, die in jedem Chat verfügbar sind.

Ein leuchtender Pfad verbindet fünf Symbole für Auswahl, Planung, Zusammenfassung, Projektarbeit und Status.

Für Modellwahl, längere Aufgaben und besseren Überblick

Wenn eine Aufgabe ein anderes Modell erfordert, prüfe, ob /model im Menü angeboten wird. Damit kannst du ein verfügbares Modell für den aktuellen Chat auswählen. Die Wahl löst aber nicht automatisch ein unklar formuliertes Problem: Beschreibe weiterhin, welches Ergebnis du brauchst und welche Vorgaben gelten.

Bei einer anspruchsvollen Anfrage kann /reasoning sinnvoll sein, sofern deine Umgebung diesen Befehl anbietet. Er passt den Denkaufwand an, wenn diese Einstellung für das aktive Modell verfügbar ist. Das ist hilfreich, wenn du eine sorgfältige Analyse möchtest. Für eine einfache Umformulierung bringt eine höhere Einstellung dagegen oft keinen praktischen Vorteil.

Besteht die Aufgabe aus mehreren aufeinander aufbauenden Schritten, suche nach /plan. Wird der Befehl angezeigt, kannst du ihn für die Planung nutzen, bevor die eigentliche Umsetzung beginnt. Zum Beispiel lässt sich eine Recherche zunächst in Teilaufgaben gliedern, bevor du Ergebnisse auswertest oder einen Text daraus erstellst. Gib trotzdem Ziel, Umfang und gewünschtes Format an, damit der Plan nicht nur allgemein bleibt.

Bei langen Unterhaltungen kann /compact helfen, den bisherigen Gesprächskontext zu verdichten, sofern der Eintrag verfügbar ist. Das kann nützlich sein, wenn viele Zwischenstände den Überblick erschweren. Nach dem Verdichten solltest du wichtige Anforderungen bei Bedarf noch einmal nennen, denn eine Zusammenfassung ersetzt keine vollständige Aufgabenbeschreibung.

Möchtest du prüfen, wie die Sitzung gerade läuft, wähle /status, falls das Menü den Befehl aufführt. Je nach Umgebung zeigt er Angaben wie Kontextnutzung oder Limits. So kannst du besser einschätzen, ob eine lange Aufgabe in der aktuellen Sitzung fortgesetzt werden kann oder ob du den Auftrag enger fassen solltest.

In allen Fällen gilt: Der Befehl steuert eine Einstellung oder Arbeitsweise. Er sagt nicht von selbst, was du erreichen willst. Ein klarer Prompt bleibt nötig.

Für Projekte, Code und verbundene Werkzeuge

Bei Entwicklungsaufgaben hängt die passende Auswahl davon ab, wo dein Code liegt und welche Verbindungen eingerichtet sind. Wenn /project angeboten wird, kannst du damit ein passendes Projekt für neue Chats auswählen. Für Arbeiten direkt in einem lokalen Projekt kommt /local infrage, sofern deine Umgebung diesen Befehl unterstützt.

Arbeitest du mit einer integrierten Entwicklungsumgebung, kann /ide-context den geteilten IDE-Kontext ein- oder ausschalten, falls dieser Menüpunkt verfügbar ist. Prüfe dabei, welche Informationen tatsächlich geteilt werden sollen. Wenn dein Projekt externe Werkzeuge über MCP eingebunden hat, kann /mcp den Status verbundener Server anzeigen. Ohne konfigurierte Verbindung gibt es dort möglicherweise nichts Relevantes zu sehen.

Für eine Prüfung des Codes passt /review, sofern der Befehl erscheint. Er kann je nach Arbeitsumgebung Änderungen oder einen Vergleich mit einer Basis prüfen. Nenne trotzdem den gewünschten Fokus, etwa mögliche Fehler, Lesbarkeit oder eine bestimmte Änderung. So wird klarer, worauf sich die Prüfung konzentrieren soll.

Möchtest du Projektanweisungen vorbereiten, kann /init ein Grundgerüst für eine AGENTS.md im aktuellen Projekt erstellen, wenn die Funktion angeboten wird. Die Datei braucht anschließend passende Inhalte, etwa Regeln zum Testen oder Konventionen im Repository. Ein erzeugtes Grundgerüst ist also ein Startpunkt, keine fertige Projektdokumentation.

Mit /worktree lässt sich die Arbeit in einer getrennten Git-Arbeitsumgebung starten, sofern deine Oberfläche diesen Befehl bereitstellt. Das ist praktisch, wenn du eine Änderung isoliert bearbeiten möchtest, ohne deinen bestehenden Arbeitsstand direkt zu verändern. /cloud oder /cloud-environment solltest du nur auswählen, wenn deine Sitzung Cloud-Ausführung tatsächlich anbietet. Fehlt diese Voraussetzung, passt der Befehl nicht zu deiner Aufgabe.

Ein möglicher Ablauf für eine Codeänderung sieht daher so aus: Projekt auswählen, bei Bedarf eine passende lokale oder getrennte Arbeitsumgebung starten, den Auftrag mit betroffenen Dateien und gewünschtem Ergebnis beschreiben und anschließend eine Codeprüfung anfordern. Nutze dabei nur die Schritte, deren Befehle in deinem Menü auftauchen. Die Liste der Vorschläge zeigt, welche Funktionen in deiner konkreten Umgebung nutzbar sind.

Wenn ein erwarteter Befehl nicht erscheint

Ein fehlender Vorschlag bedeutet nicht zwingend, dass etwas falsch eingerichtet ist. Der Befehl kann auf eine bestimmte Codex-Umgebung beschränkt sein oder eine Funktion voraussetzen, die in deiner aktuellen Sitzung nicht aktiv ist. Gehe bei der Suche Schritt für Schritt vor:

  1. Tippe / direkt in das Eingabefeld, in dem du die Nachricht verfassen möchtest. Ein Befehl, der nur als Text in einer Nachricht steht, wird dadurch nicht automatisch ausgeführt.
  2. Ergänze den Namen schrittweise, zum Beispiel erst /mo und dann /model. Wähle den Eintrag aus der Vorschlagsliste, wenn er erscheint.
  3. Prüfe, ob der passende Arbeitsbereich oder das richtige Projekt geöffnet ist. Projekt-, IDE- und Cloud-Befehle setzen eine entsprechende Umgebung voraus.
  4. Suche in den verfügbaren Einstellungen oder Funktionen nach dem passenden Werkzeug. Manche Aktionen sind über die Oberfläche erreichbar, ohne als Slash-Befehl aufzutauchen.

Erscheint auch dann kein Vorschlag, behandle den Befehl nicht als garantiert verfügbar. Beschreibe die gewünschte Aufgabe stattdessen in normaler Sprache, sofern dafür kein besonderer Schritt in der Oberfläche nötig ist. Statt /plan zu erwarten, kannst du beispielsweise um einen mehrstufigen Plan bitten. Ein Prompt kann die gewünschte Arbeit erklären, aber keine fehlende Projektverbindung oder Cloud-Funktion einschalten.

So bleibt dein Wissen über ChatGPT-Befehle aktuell

Eine Befehlsliste ist immer eine Momentaufnahme. Neue Funktionen, Änderungen an ChatGPT und unterschiedliche Arbeitsumgebungen können beeinflussen, welche Einträge dokumentiert sind und welche in deinem Composer auftauchen. Verlass dich deshalb nicht allein auf einen älteren Screenshot oder eine Liste ohne Quelle: Gleiche die offizielle Referenz mit dem /-Menü deiner eigenen Umgebung ab.

Ein Nachschlagewerk und ein Bedienfeld, dessen Menüpunkt eine Lupe hervorhebt.

Offizielle Referenz und Menüvorschläge zuerst prüfen

Die offizielle Dokumentation ist der beste Ausgangspunkt, wenn du wissen möchtest, welche Befehle für eine bestimmte ChatGPT- oder Codex-Umgebung beschrieben sind. Sie erklärt, wofür ein Eintrag gedacht ist, und macht oft deutlich, ob er an eine Funktion oder einen bestimmten Arbeitskontext gebunden ist. Für Codex CLI findest du eine eigene offizielle Referenz zu Slash-Befehlen.

Die Dokumentation ist jedoch keine Garantie dafür, dass jeder aufgeführte Befehl in jeder ChatGPT-Oberfläche verfügbar ist. Ein Eintrag kann beispielsweise für Codex CLI gelten, während du gerade einen normalen Chat verwendest. Auch eine Funktion, die erst in einer passenden Projekt- oder Entwicklungsumgebung Sinn ergibt, muss nicht in jeder Sitzung im Menü stehen.

Prüfe deshalb beide Seiten: Öffne die aktuelle Dokumentation und gib anschließend in deiner Umgebung / in das Eingabefeld ein. Suche nach dem konkreten Namen und wähle ihn nur dann aus, wenn er als Vorschlag erscheint. So erkennst du den Unterschied zwischen einem dokumentierten Befehl und einem Eintrag, den deine Sitzung tatsächlich anbietet.

Für eigene Notizen helfen drei klare Statusangaben:

  • Dokumentiert bedeutet, dass du den Eintrag in einer offiziellen Referenz gefunden hast.
  • Sichtbar in meiner Umgebung bedeutet, dass er in deinem aktuellen Menü erscheint.
  • Nicht bestätigt bedeutet, dass du weder einen offiziellen Beleg noch einen sichtbaren Menüeintrag gefunden hast.

Diese Einordnung verhindert, dass eine Erwähnung in einer Anleitung versehentlich als Beweis für die Verfügbarkeit in deinem Konto gilt. Wenn ein Befehl dokumentiert ist, aber nicht auftaucht, notiere beide Beobachtungen. Möglicherweise passt die Dokumentation zu einer anderen Oberfläche oder setzt eine Funktion voraus, die in deiner Sitzung fehlt.

Änderungen nachvollziehbar notieren, statt alte Listen zu übernehmen

Befehle können sich durch Produktänderungen, neue Funktionen und unterschiedliche Arbeitskontexte verändern. Ein Eintrag kann hinzukommen, umbenannt werden oder nur in einer bestimmten Umgebung erscheinen. Deshalb ist eine alte Liste selbst dann keine verlässliche Momentaufnahme, wenn sie ursprünglich korrekt war.

Wenn du eine Anleitung schreibst oder eine persönliche Befehlsübersicht pflegst, halte die Bedingungen der Prüfung fest. Dazu gehören das Prüfdatum, die verwendete Oberfläche und relevante Voraussetzungen. Notiere zum Beispiel, ob du im Web, in der Desktop-App oder in einer Codex-Umgebung geprüft hast und ob ein Projekt geöffnet oder eine Integration verbunden war. So lässt sich später nachvollziehen, warum eine andere Person möglicherweise ein abweichendes Menü sieht.

Auch bei einer neuen Liste aus einem Blog, Forum oder sozialen Netzwerk kannst du systematisch prüfen, wie belastbar sie ist:

  1. Suche nach der ursprünglichen Quelle. Verweist die Liste auf eine offizielle Dokumentation oder nur auf andere Zusammenstellungen?
  2. Prüfe, für welche Oberfläche und welchen Kontext die Angaben gelten. Eine CLI-Referenz ist nicht automatisch eine Liste für jeden ChatGPT-Composer.
  3. Vergleiche die genaue Schreibweise mit der Dokumentation. Ähnliche Namen oder verkürzte Formen sind nicht zwangsläufig derselbe Befehl.
  4. Öffne das Menü in deiner eigenen Sitzung und prüfe, ob der Eintrag dort angeboten wird.
  5. Halte Datum und Ergebnis fest, auch wenn du einen Befehl nicht findest.

Konkrete Beispiele mit Kontext sind meist hilfreicher als eine angeblich vollständige Liste. Eine Angabe wie „/review ist in der Codex-Umgebung am 14. Mai im Composer sichtbar“ lässt sich einordnen und nachprüfen. Eine lange Liste ohne Datum, Oberfläche oder Quelle beantwortet dagegen nicht, ob die Einträge heute für deine Sitzung gelten.

Wenn du beim Abgleich widersprüchliche Informationen findest, behandle sie nicht als gleichwertig. Die offizielle Dokumentation erklärt, was für den beschriebenen Kontext vorgesehen ist. Das Menü zeigt, was deine aktuelle Umgebung anbietet. Eine nicht belegte Drittanbieter-Liste ist zunächst nur ein Hinweis, den du überprüfen solltest. Halte diese Unterschiede fest, statt aus einzelnen Beobachtungen eine allgemeingültige Befehlsliste abzuleiten.

Fazit

Schrägstrichbefehle sind auswählbare Aktionen im Eingabefeld, keine universelle Sprache, die in jedem Chat funktioniert. Welche /Befehle erscheinen, hängt von der Umgebung und den dort verfügbaren Funktionen ab. Auch eine online genannte Zeichenfolge ist nicht automatisch ein bestätigter ChatGPT-Befehl.

Geben Sie zur Prüfung / ein und vergleichen Sie die Vorschläge mit der offiziellen Dokumentation. Behandeln Sie nur sichtbare oder offiziell dokumentierte Einträge als verfügbar. Fehlt der passende Menüpunkt, formulieren Sie Ihre Aufgabe in normaler Sprache.

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